Blog

Perplexity schlägt hart zu: Ein Angebot über 34,5 Milliarden US-Dollar, um Chrome von Google zu übernehmen

In einer Geste, die die Hierarchie des Webs durcheinanderbringt, hat das KI-Start-up Perplexity für Überraschung gesorgt, indem es mehr als 34 Milliarden US-Dollar in bar angeboten hat, um den Browser Chrome von Google zu erwerben. Ein spektakuläres Angebot, das weit über seine eigenen Mittel hinausgeht und den Kampf um künstliche Intelligenz und die Online-Suche neu zeichnen könnte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Perplexity AI hat ein unerbetenes Barangebot in Höhe von 34,5 Milliarden Dollar eingereicht, um Chrome, den Browser mit 3 Milliarden Nutzern, der Google gehört, zu kaufen.
  • Das Angebot sieht vor, den Chromium-Code als Open Source zu belassen, 3 Milliarden Dollar über zwei Jahre zu investieren und Google als Standardsuchmaschine beizubehalten.
  • Dieses Projekt kommt, während die US-Justiz die Abtretung von Chrome durch Google fordert, dem ein rechtswidriges Monopol bei der Online-Suche vorgeworfen wird.
  • Der Wert von Chrome dürfte deutlich über dem Angebot von Perplexity liegen; ein Konkurrent schätzt ihn auf mindestens 50 Milliarden Dollar.

Ein Angebot, das das Silicon Valley aufrüttelt

Perplexity, junger Aufsteiger der künstlichen Intelligenz und Schöpfer des KI-Browsers Comet, hat am 12. August 2025 mit einem Angebot von 34,5 Milliarden US-Dollar in bar, um Chrome, Googles Aushängeschild, zu übernehmen, für Aufsehen gesorgt. Obwohl die Summe die Bewertung von Perplexity (kürzlich auf etwa 18 Milliarden geschätzt, mit 1,5 Milliarden an Finanzierungen von SoftBank, Nvidia und anderen Fonds) bei weitem übersteigt, versichert das Start-up, dass mehrere Fonds bereit sind, die Transaktion vollständig zu finanzieren.

Unter der Leitung von Aravind Srinivas ist Perplexity dabei nicht zum ersten Mal aktiv: hatte bereits versucht, mit TikTok US zu fusionieren um die politischen Befürchtungen in den USA im Zusammenhang mit TikTok zu besänftigen.

Das Vorgehen von Perplexity erfolgt vor dem Hintergrund, dass mehrere große Akteure (OpenAI, Yahoo, Apollo Global Management) jeden Hinweis auf einen Verkauf von Chrome genau beobachten, während das US-Justizministerium gleichzeitig Google zur Abspaltung zwingen will, um ein als illegal angesehenes Monopol auf die Websuche zu beheben.

Perplexitys Verpflichtungen für Chrome

Laut von Perplexity gegenüber der Presse bestätigten Informationen umfasst das Angebot:

  • Die Beibehaltung des Chromium-Codes als Open Source, die allen Entwicklern den Zugang zur Basis des Browsers gewährleistet.
  • Eine zusätzliche Investition von 3 Milliarden Dollar über zwei Jahre um Chromium weiterzuentwickeln.
  • Keine Änderung der Standardsuchmaschine, wobei Google vorerst Hauptdienstleister bleibt. Mit anderen Worten: die Nutzererfahrung würde nicht von heute auf morgen verändert, und Google behielte einen wichtigen Kanal zu den Internetnutzern.

Die Transparenz dieses Vorschlags zielt auch darauf ab, die Regulierungsbehörden zu beruhigen, in einer Zeit, in der Wettbewerb und die Wahlfreiheit der Nutzer im Mittelpunkt der Debatten über digitale Plattformen stehen.

Eine unterschätzte Bewertung?

Obwohl das Angebot von Perplexity wegen seiner Höhe für ein so junges Start-up historisch ist, halten einige Analysten und Branchenakteure es für unzureichend. Der CEO von DuckDuckGo, Gabriel Weinberg, schätzt den tatsächlichen Wert von Chrome auf 50 Milliarden US-Dollar oder mehr. Mit einem weltweiten Marktanteil von 68 % für Chrome laut Statcounter bleibt der Browser ein strategisches Werkzeug ohnegleichen, um Suche zu verteilen, Nutzerdaten zu sammeln und Dominanz im Web aufzubauen.

Was würde Google riskieren, wenn es Chrome verliert?

Der Einsatz für Google beschränkt sich nicht nur auf den finanziellen Verlust. Chrome ist weit mehr als nur ein Browser: Er ist zur wichtigsten Zugangspforte für die Websuche geworden und ein zentrales Verbreitungsmedium für Innovationen, etwa die Integration fortschrittlicher KI-Funktionen wie AI Overviews.

Sollte Chrome Google entgleiten, würde das Unternehmen ein zentraler Ankerpunkt bei der Verbreitung seiner Suchmaschine und seiner Tools, von Werbung bis zur Sammlung wichtiger Daten zur Versorgung seiner Algorithmen. Ein anderer Akteur, sei es Perplexity oder ein anderer, könnte schrittweise entscheiden, die Standardsuche als Voreinstellung zu ändern. Google hätte beispielsweise deutlich weniger Kontrolle über Navboost, dieses weitreichende Ökosystem, in dem der Browser die Suchmaschine antreibt (und umgekehrt) und das entscheidend ist, um Googles dominante Position gegenüber neuen KI-Mitbewerbern wie Perplexity, OpenAI oder anderen zu bewahren.

Obwohl die verhaltensbasierten Signale von Navboost ursprünglich aus allen Interaktionen bei Google Search stammen (und damit über jeden Browser), besteht eine besondere Verbindung zu Chrome :

  • Chrome, bei weitem der weltweit meistgenutzte Browser, liefert Google eine enorme Menge anonymisierter Daten über Surfgewohnheiten: Besuchszeiten, interne Klicks, Scrollverhalten, Absprünge, Conversions, Gerät, Standort usw.
  • Diese Daten bereichern die Basis verhaltensbezogener Signale, die von Navboost analysiert werden, und ermöglichen es Google, die Rankings noch näher an der Realität der Webnutzung zu verfeinern.

Kurzum: Das Schicksal von Chrome betrifft nicht nur Google, Perplexity oder die Regulierungsbehörden – es könnte das gesamte zukünftige Gleichgewicht von Suche, Web und künstlicher Intelligenz beeinflussen.

Der Artikel „Perplexity schlägt hart zu: Ein Angebot über 34,5 Milliarden US-Dollar, um Chrome von Google zu übernehmen“ wurde auf der Seite veröffentlicht Abondance.