Die Corporate-Kommunikation hat zum Ziel, das Image eines Unternehmens oder einer Organisation gegenüber Kunden und Partnern zu fördern. Oft zugunsten von Produktwerbung vernachlässigt, ist sie dennoch entscheidend, um dem Unternehmen ein positives und sympathisches Gesicht zu verleihen.
Sie können einen freiberuflichen Marketingberater hinzuziehen, um die Grundsätze dieser institutionellen Strategie zu verstehen und sie in Ihrem Unternehmen umzusetzen.
Welche Trends werden also die Unternehmenskommunikation im Jahr 2024 prägen? Von der Betonung der CSR-Politik über den Einsatz von HR-Informationssystemen bis hin zum effizienten Management der Arbeitgebermarke steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Wohlbefindens am Arbeitsplatz! Hier sind 5 Trends, die Ihre Corporate-Strategie 2024 leiten werden…
1. HR-Software im Mittelpunkt der internen Unternehmenskommunikation
Institutionelle Kommunikation läuft zwangsläufig über Ihre Personalabteilung! Der Schlüssel liegt darin, das volle Potenzial eines HR-Informationssystems (HRIS) zu nutzen.
Wie? Dieses Tool bietet in der Regel Messaging- oder Benachrichtigungsfunktionen, mit denen Sie Mitteilungen an bestimmte Teams oder an alle Mitarbeitenden des Unternehmens senden können.
Mit nur einem Klick (oder fast!), können Sie mit Ihren Mitarbeitenden in Kontakt bleiben und:
- Sie auf die bevorstehenden Veränderungen im Unternehmen vorbereiten
- Über neue Personalrichtlinien informieren
- An Sicherheitsverfahren erinnern oder Änderungen mitteilen
- Über bevorstehende Veranstaltungen oder Projekte kommunizieren
- Erfolge des Unternehmens, eines Teams oder eines einzelnen Mitarbeiters teilen
Und das ist noch nicht alles! Eine HRIS-Software hilft auch dabei, Feedback von Mitarbeitenden zu erhalten, indem sie Umfragen und Fragebögen einfach verschickt.
Sie können aktiv am Unternehmensleben teilhaben, was ihr Engagement stärkt. Mitarbeitende, die sich gehört fühlen, werden oft zu Botschaftern. Sie teilen Ihre institutionellen Beiträge und berichten selbst über die positiven Aspekte Ihres Unternehmens.
Das stützt Ihre Corporate-Kommunikation und fördert die Mundpropaganda!
2. Employer-Branding: ein wachsender Trend
Als zentrale Strategie der Corporate-Kommunikation ist das Management der Arbeitgebermarke bezeichnet die Techniken, die eingesetzt werden, um die Unternehmenskultur voranzubringen und einen Pool vielversprechender Nachwuchstalente zu gewinnen.
Mehr denn je suchen Bewerbende Arbeitgeber, die mit ihren Werten übereinstimmen. Andererseits achten Kundinnen und Kunden auf die HR‑Verpflichtungen von Unternehmen und betrachten die Lebensqualität am Arbeitsplatz als ein entscheidendes Kriterium für ihre Kaufentscheidung.
Wie die Unternehmenskommunikation findet auch die Arbeitgebermarke intern und extern statt. Die Mitarbeitenden müssen sich wertgeschätzt und anerkannt fühlen, damit sie positiv über Ihre Organisation berichten … und bereit sind, an Ihren externen Maßnahmen zur Pflege Ihres Images teilzunehmen.
Und ja: Es ist unmöglich, die Arbeitgebermarke zu fördern, ohne Artikel, Social‑Media‑Beiträge oder Newsletter zu verbreiten, die die Gesichter des Unternehmens hervorheben.
Diese Strategie setzt voraus, dass Ihre Mitarbeitenden stolz auf die geleistete Arbeit für Sie sind, dass sie darüber sprechen möchten und die Rolle von Botschaftern übernehmen auf Ihren verschiedenen Unternehmenskanälen durch Interviews, Videos oder Inszenierungen.
Beispielsweise ist das Employer‑Branding bei Cisco sehr stark ausgeprägt. Das zeigt sich unter anderem auf der LinkedIn‑Seite des Unternehmens, auf der Beiträge der Mitarbeitenden mit dem Hashtag #WeAreCisco zu finden sind. Dieser unternehmensweite Hashtag ist eine hervorragende Idee, um Teams zu ermutigen, ihre schönen Momente bei der Arbeit zu teilen und so das Unternehmen indirekt aufzuwerten:

3. Gesponserte Artikel, ein Eckpfeiler der Unternehmenskommunikation
Gesponserte Artikel bleiben ein kosteneffizientes Mittel, Ihre Botschaft zum richtigen Zeitpunkt in zielgerichteten und strategischen Medien zu platzieren. Neben der Kontrolle über die Platzierung der Artikel zielt diese Strategie darauf ab, die Einschränkungen durch Werbeblocker zu umgehen und den Lesenden gleichzeitig inhaltlich hochwertigen Mehrwert zu bieten.
Sie können sie in einem Webzine, im Blog eines Influencers Ihrer Branche oder in der digitalen Presse veröffentlichen. Wichtig ist, ein Medium auszuwählen, dessen Publikum aus Ihren Kundinnen und Kunden besteht.
In welchen Fällen sind gesponserte Inhalte für Ihre Unternehmenskommunikation nützlich?
- Um eine strategische Präsenz bei öffentlichen Auftritten zu fördern : Sie können einen gesponserten Artikel veröffentlichen, bevor ein Experte Ihrer Organisation einen Vortrag hält oder Ihr Unternehmen eine wichtige Veranstaltung organisiert. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und/oder die Anmeldungen für diesen Termin zu erhöhen.
- Um eine Geschichte in mehreren Episoden zu erzählen : Ihre Unternehmenskommunikation kann die Form eines Storytelling in mehreren Artikeln annehmen. Ideal ist es, diese zu sponsern, damit Ihr Publikum alle Kapitel verfolgt.
- Um eine Meinung zu äußern : Ein Berater Ihres Unternehmens kann einen Artikel verfassen, in dem er seine Meinung und seine Ratschläge zu einem Thema im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit darlegt. Ohne zu versuchen, Ihre Leistungen zu bewerben, zeigt dieser Inhalt Ihre Expertise auf dem Markt und wertet indirekt Ihre Produkte und Dienstleistungen auf.
4. Unternehmensvideos erleben ein Revival
Das Unternehmensvideo ist ein leistungsfähiges Mittel, um die Werte Ihres Unternehmens intern wie extern zu vermitteln. Aber in Zeiten kurzer, vertikaler und unterhaltsamer Formate wie TikTok‑Videos oder Reels braucht es ein Update!
Wenn Sie Ihr Publikum verbinden, sich Ihrer Zielgruppe annähern und ein modernes Image pflegen möchten, denken Sie an Trendkonzepte wie bei Brut oder Konbini. Sie könnten kurze Interviews mit Ihren Mitarbeitenden, Partnern oder Kundinnen und Kunden veröffentlichen.
Warum nicht Herausforderungen auf TikTok annehmen, die mit Ihren Engagements zusammenhängen? Viele Influencer*innen sensibilisieren ihre Community für ökologische Themen. Wenn Ihr Unternehmen daran arbeitet, seine Umweltbelastung zu verringern, ist eine Zusammenarbeit mit diesen Content‑Creator*innen zur Kommunikation Ihrer Verpflichtungen eine ausgezeichnete Idee.
Sie können auch eine Webserie starten, um auf dem Netflix‑Trend aufzuspringen. Jede Folge könnte einen zentralen Wert Ihrer Organisation, eine unterstützte Vereinigung, eine Mitarbeitende des Unternehmens, eine Kundin oder einen Kunden vorstellen … je nach Thema Ihrer Serie liegt die Entscheidung bei Ihnen!
Die gute Nachricht ist, dass diese neuen Formate nur sehr geringe Investitionen in Hardware und Software erfordern. Verbraucher schätzen authentische Inhalte, auch wenn es sich um Unternehmenskommunikation handelt.
Das Beispiel der Groupe Bel ist aussagekräftig. Die Videos im Hochformat übernehmen die Codes kurzer Interviews. Die Fragen werden auf Folien gestellt, mit mitreißender Musik, bevor der Experte antwortet. Die Gestaltung ist klassisch, aber authentisch. Die Kundinnen und Kunden haben wirklich den Eindruck, dass sich die Gesprächspartner direkt an sie wenden.
5. CSR, ein unverzichtbarer Trend der institutionellen Kommunikation
Nachhaltige Entwicklung, Solidar- und Kreislaufwirtschaft, Inklusion, Diversität … Diese Konzepte stoßen bei heutigen Konsumentinnen und Konsumenten auf Resonanz. Wenn Sie dieses Publikum erreichen wollen, das sich eine bessere Welt wünscht, muss Ihre institutionelle Kommunikation Ihre CSR-Politik hervorheben.
- Was tun Sie, um Ihren Abfall, Ihre CO₂‑Emissionen und Ihren CO₂‑Fußabdruck zu reduzieren?
- Welche Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion haben Sie umgesetzt?
- Welche gemeinnützigen Organisationen unterstützen Sie regelmäßig?
- Wie lautet Ihr Index zur Gleichstellung von Frauen und Männern?
- Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern?
All diese Fragen (und viele weitere) müssen Gegenstand einer starken und kontrollierten Kommunikation sein.
Beispielsweise hebt das Pharmaunternehmen Pileje seine Kampagne „Ethick my school“ hervor, die darauf abzielt, Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Die Organisation zeigt damit ihre ökologischen Werte, indem sie die künftigen Generationen in ökologischen Verhaltensweisen schult. Eine für das Unternehmensimage vorteilhafte Corporate-Communication-Maßnahme, sowohl für die aktuellen Kundinnen und Kunden als auch für die Konsumentinnen und Konsumenten von morgen!

CSR setzt sich somit immer stärker in Unternehmen durch, die versuchen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und Wachstum mit Ökologie zu verbinden.
Unternehmenskommunikation verstehen
Unternehmenskommunikation ist unverzichtbar für Unternehmen, die ihr Image steuern, ihre Identität behaupten und eine effiziente Arbeitgebermarkenstrategie aufbauen wollen.
Sie unterscheidet sich von Marketingkommunikation durch ihre Botschaft: Hier geht es nicht um die Bewerbung von Produkten oder Dienstleistungen, sondern um die Kultur und Werte eines Unternehmens.
Definition der Unternehmenskommunikation
Auch als institutionelle Kommunikation bezeichnet, zielt die Corporate Communication darauf ab, ein positives Bild des Unternehmens auf seinem Markt zu etablieren. Sie besteht darin, über die Kultur, Werte und Verpflichtungen der Organisation zu sprechen.
Diese Strategie richtet sich sowohl an Mitarbeitende und Aktionärinnen und Aktionäre, um sie zu motivieren und um sie um die Unternehmenswerte zu einen, als auch an Interessenten und Kundinnen und Kunden, um sie über wichtige Maßnahmen zu informieren.
Ziel ist es, das Image und den Ruf aufzubauen, durch Inhalte wie:
- der Newsletter (intern und extern),
- Pressemitteilungen,
- soziale Netzwerke,
- Kampagnen in traditionellen Medien,
- der Unternehmensblog,
- Tätigkeitsberichte,
- Tage der offenen Tür…
Interne und externe Unternehmenskommunikation

Es gibt 2 Arten der Unternehmenskommunikation:
Interne Kommunikation
Die interne institutionelle Kommunikation richtet sich an Mitarbeitende aller Ebenen und Bereiche eines Unternehmens. Sie umfasst ebenfalls die Kommunikation an Aktionärinnen und Aktionäre.
Ziel ist es, die Beschäftigten für die zu erreichenden Ziele und den Fortschritt in deren Richtung zu sensibilisieren. Sie beinhaltet auch das Teilen von Unternehmensneuigkeiten, wie Auszeichnungen, Verpflichtungen, Zertifizierungen usw.
Das stärkt das Zugehörigkeitsgefühl der Teams.
Externe Kommunikation
Unternehmenskommunikation richtet sich auch an ein externes Publikum wie Kunden, Interessenten, Lieferanten, Partner oder potenzielle Bewerber.
Ziel ist es in diesem Fall, das Image der Organisation aufzuwerten und zu zeigen, wie sie sich täglich in sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Fragen engagiert. Es geht darum, dem Publikum zu vermitteln, dass man dieselben Werte teilt.
Warum Unternehmenskommunikation strategisch ist?
Das übergeordnete Ziel der Unternehmenskommunikation ist, das Unternehmen positiv darzustellen und seine Markenwahrnehmung optimal zu steuern.
Eine leistungsfähige institutionelle Strategie bietet jedoch zahlreiche Vorteile:
- Eine starke Markenidentität schaffen, die auf dem Markt wiedererkennbar ist
- Bekanntheit steigern
- Die Motivation der Teams erhöhen und ihre Produktivität steigern
- Die Loyalität der Mitarbeiter steigern
- Sich von der Konkurrenz abheben
- Sowohl Talente als auch Investoren und Kunden anziehen
- Eine Gemeinschaft um gemeinsame Werte bilden und so die Kundenbindung stärken
- Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens stärken
- Wiederkäufe, Upselling und Cross-Selling
- Das Vertrauen von Partnern, Lieferanten und Investoren stärken
Unser Tipp zur Verbesserung Ihrer Unternehmenskommunikation
Wenn es eine Sache gibt, die Sie in Ihrer Unternehmenskommunikation erreichen müssen, dann ist es Kohärenz. Diese Strategie erstreckt sich über alle von Ihrem Unternehmen genutzten Kanäle und Medien: soziale Netzwerke, Blogs, Newsletter … Sie muss sich daher nahtlos in Marketing- und PR-Botschaften einfügen, um Vertrauen zu schaffen und ein positives Image aufzubauen.
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