Blog

Google Search Console: Filter „branded Queries“ endlich für alle zugänglich

Google hat seinen Filter „branded Queries“ in der Search Console für alle berechtigten Seiten ausgerollt. Diese lange erwartete Funktion trennt automatisch organischen Branded-Traffic vom Non-Branded-Traffic, ohne dass man Regex-Filter basteln muss.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Filter ist jetzt für alle berechtigten Websites verfügbar (vorbehaltlich eines Mindestvolumens an Impressionen und Anfragen).
  • Er unterteilt Anfragen automatisch in zwei Kategorien: branded (Markenname, Varianten, Rechtschreibfehler, zugehörige Produkte) und non-branded (alles andere).
  • Google verwendet ein internes, KI-gestütztes System zur Klassifizierung von Anfragen, das Markennamen in mehreren Sprachen erkennen kann. Klassifizierungsfehler bleiben jedoch möglich.
  • Dieser Filter ist lediglich ein Reporting-Tool: Er hat keinen Einfluss auf das Ranking in den Suchergebnissen.

Verfügbar im Performance‑Bericht von Search Console (Reiter „Suchergebnisse“) gilt der Filter für alle Suchtypen: Web, Bild, Video und News. Nach Aktivierung beschränkt er die angezeigten Metriken — Impressionen, Klicks, CTR und durchschnittliche Position — auf das gewählte Segment.

Warum das wichtig ist

Bisher erforderte die Unterscheidung von Marken- und generischem Traffic in der Search Console das manuelle Erstellen von Keyword-Listen oder regulären Ausdrücken (Regex). Eine mühsame, oft unvollständige und schwer pflegbare Vorgehensweise. Mit diesem nativen Filter wird die Segmentierung sofort und zuverlässig.

Die Unterscheidung zwischen zwei Traffic‑Arten ist jedoch zentral für jede ernsthafte SEO-Analyse:

  • Das Marken-Traffic spiegelt die Bekanntheit der Marke wider (Nutzer, die Sie bereits kennen),
  • Während der Nicht-Marken-Traffic misst Ihre Fähigkeit, neue Besucher über die organische Suche zu gewinnen.

Ein neuer Block in Search Console Insights

Parallel zum Filter im Performance‑Bericht hat Google auch eine eigene Karte im Insights‑Bericht hinzugefügt. Sie zeigt die Aufteilung der Klicks zwischen branded und non‑branded Queries und soll Teams helfen, die Markenbekanntheit im Zeitverlauf zu messen.

Die Grenzen, die Sie kennen sollten

Der Filter ist unter Vorbehalt zugänglich: ein Mindestvolumen an Queries und Impressionen ist erforderlich, um darauf zugreifen zu können. Außerdem kann die automatische Klassifizierung durch KI gelegentlich Fehler machen, insbesondere bei mehrdeutigen oder sehr generischen Markennamen. Google weist in seiner Dokumentation ausdrücklich darauf hin.

Der Artikel „Google Search Console: Filter „branded Queries“ endlich für alle zugänglich“ wurde auf der Seite veröffentlicht Abondance.