Jedes Jahr veröffentlicht Google einen Sicherheitsbericht zu Google Maps. Die Ausgabe 2025 bestätigt einen klaren Trend: Angetrieben durch künstliche Intelligenz verschärft sich der Kampf gegen gefälschte Bewertungen und Scheinprofile. Wir präsentieren Ihnen Zahlen, die für sich sprechen.
Das Wichtigste:
- Google hat 2025 292 Millionen betrügerische Bewertungen gelöscht oder blockiert, ein Anstieg um 21 % gegenüber 2024.
- Mehr als 13 Millionen gefälschte Eintragsprofile wurden entfernt, eine Zahl, die im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb.
- 79 Millionen unzutreffende oder nicht verifizierte Änderungen wurden vor der Veröffentlichung blockiert.
- Mehr als 783.000 gegen die Richtlinien verstoßende Konten wurden in ihren Veröffentlichungsrechten eingeschränkt.
Seit 2019 nahezu stetiger Anstieg
Die von Google veröffentlichten historischen Daten erlauben es, das Ausmaß der Entwicklung zu messen. 2019 entfernte Google 75 Millionen betrügerische Bewertungen. 2020 sank diese Zahl auf 55 Millionen, bevor sie wieder anstieg: 95 Millionen im Jahr 2021, 115 Millionen 2022, 170 Millionen 2023 und 240 Millionen 2024. 2025 erreicht der Zähler 292 Millionen.

Die einzige Ausnahme von diesem Trend ist das Jahr 2020, das einzige Jahr, in dem das Volumen leicht zurückgegangen war. Seitdem, die Kurve ist ununterbrochen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Betrugsfälle im gleichen Maße zunehmen, sondern eher, dass Googles Erkennungsfähigkeiten sich verbessern, was die Anzahl der Löschungen steigen lässt.
Künstliche Intelligenz im Zentrum der Maßnahmen
Google schreibt einen Teil dieser Ergebnisse zu die Integration von Gemini, seinem fortschrittlichen KI-Modell. Dank seiner Schlussfolgerungsfähigkeiten kann das System inzwischen Inhalte erkennen und blockieren, die gegen die Plattformregeln verstoßen, noch bevor sie veröffentlicht werden. Dazu gehören insbesondere Kommentare mit politischem oder sozialem Inhalt, die lokale Nuancen ausnutzen – eine Art von Inhalten, die sich mit herkömmlichen Filtermethoden nur schwer identifizieren lässt.
KI kommt nicht nur im Vorfeld zum Einsatz. Bei einem plötzlichen Anstieg verdächtiger Bewertungen für ein Unternehmen erklärt Google, dass es schnell auf mehreren Ebenen gleichzeitig reagiert:
- Entfernung betrügerischer Inhalte,
- Vorübergehende Sperrung neuer Bewertungen für das betreffende Profil,
- Warnhinweis an den Inhaber des Unternehmens gesendet,
- Anzeigen eines für Verbraucher sichtbaren Banners, um sie über die Lage zu informieren.
Neue Schutzmaßnahmen für Inhaber von Einträgen
Der Bericht 2025 kündigt zudem den Einsatz proaktiver E-Mail-Benachrichtigungen für verifizierte und aktive Inhaber an. Diese Benachrichtigungen ermöglichen es ihnen, wichtige Änderungen an ihrem Unternehmenseintrag einzusehen, bevor sie veröffentlicht werden. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung: Bislang entdeckten Inhaber diese Änderungen oft erst im Nachhinein.
Diese Funktion adressiert ein wiederkehrendes Problem: böswillige oder fehlerhafte Änderungen an Google Business Profile-Einträgen. 2025 hat Google 79 Millionen Bearbeitungen blockiert, die als ungenau oder nicht verifiziert eingestuft wurden. Das ist ein erheblicher Umfang und zeigt, wie breit die Angriffsfläche ist.
Gefälschte Eintragsprofile: eine zu beobachtende Stabilisierung
Beim Thema gefälschte Google Business-Profile ist die Bilanz stabil: 13 Millionen im Jahr 2025 entfernt, gegenüber 12 Millionen in 2024 und 12 Millionen in 2023. Nach einem Spitzenwert von 20 Millionen im Jahr 2022 ist die Zahl also deutlich gesunken und hält sich seit drei Jahren auf annähernd gleichem Niveau.
Diese Stabilisierung lässt sich auf zwei Arten interpretieren: Entweder zeigen die Präventionsmaßnahmen bei der Registrierung Wirkung und schrecken die Erstellung falscher Profile ab, oder böswillige Akteure haben ihre Anstrengungen auf andere Manipulationsformen verlagert, etwa auf betrügerische Bewertungen, deren Volumen weiterhin stark ansteigt.

Was Google uns nicht sagt
Der Bericht weist eine bemerkenswerte Blindstelle auf. Google kommuniziert nicht mehr über die Anzahl gelöschter Fotos oder VideosIm Jahr 2022 hatte die Plattform 200 Millionen Fotos und 7 Millionen Videos entfernt. 2023 wurden nur noch die Videos genannt (14 Millionen). Seit 2024 fehlen diese Daten vollständig im Bericht. Es wird keine Erklärung für dieses Fehlen gegeben, was hinsichtlich der Behandlung betrügerischer visueller Inhalte eine gewisse Intransparenz zurücklässt.
Der Artikel „Google Maps hat 2025 292 Millionen betrügerische Bewertungen entfernt“ wurde auf der Website veröffentlicht Abondance.